Trainer-Porträt: Michael Buttkus, BTC Grün-Gold 

(Artikel aus der Verbandszeitung matchball 1/2018)

„Mein erster Tennisverein ist mein Heimatverein geblieben.“

Michael Buttkus ist ein Beispiel dafür, wie man in einem Verein groß werden und sich mit ihm im Laufe der Jahre vorbildlich identifizieren kann. Von Kindestagen an spielt der gebürtige Berliner nun schon für den idyllisch gelegenen BTC 1904 Grün-Gold in der Paradestraße in Berlin-Tempelhof und engagiert sich darüber hinaus auch im Vorstand des Vereins.

Traumberuf Tennistrainer
Angefangen hat alles im Alter von acht Jahren, als seine Eltern ihn im nur knapp 100 Meter vom Elternhaus entfernten Tennisverein anmeldeten. Bis zum 12. Lebensjahr spielte er neben dem Tennis auch noch Fußball, bis er sich zur großen Freude seiner Eltern nur noch aufs Tennis konzentrierte. Dieser Leidenschaft ist er bis zum heutigen Tag treu geblieben. Denn schon früh stand für ihn fest, dass er später einmal als Trainer tätig sein möchte. Und so machte Michael Buttkus schon im Alter von 19 Jahren seinen C-Trainerschein. Im Jahr 2000 ließ er sich dann im TVBB zum B-Trainer ausbilden. Sechs Jahre später erwarb er in Hannover mit dem A-Trainerschein die höchste Qualifikation für Tennislehrer im Deutschen Tennis Bund (DTB).

Ein Vierteljahrhundert in Tempelhof
Seit nunmehr 24 Jahren ist Michael Buttkus Trainer bei Grün-Gold. Von den Bambini bis zur 1. Herrenmannschaft hat er dort zahlreiche Spieler betreut. Einige davon sind heute sogar selbst Tennistrainer. Einer seiner Schüler ist auch Jonah Pristat, Mannschaftsspieler der 1. Herren und selbst Trainer im Verein: „Man merkt Butti (so sein Spitzname) in jeder Einheit die eigene Leidenschaft und Faszination für den Tennissport an, die sich im Training dann natürlich auch auf die Spieler überträgt. Zudem findet er in seinen Trainingseinheiten immer wieder den richtigen Mix zwischen Fitness, Punkte spielen und gezielten technischen Verbesserungen. So haben wir alle das Gefühl, aus den Trainingseinheiten immer wieder mit neuen Impulsen für unser eigenes Spiel herauszugehen.“ Zusätzlich hat Michael Buttkus noch in zwei weiteren Vereinen gearbeitet. Über eine Spielerin der 1. Damen bekam er das Angebot, die 1. Herren vom TC Blau-Weiß Britz zu betreuen, die damals in der Verbandsliga aufschlugen. Daraus wurde eine fünfjährige Zusammenarbeit mit „großem Engagement und einer Menge Spaß.“ Von 2011 bis 2012 hat er auch für die Tennis Company beim LTTC “Rot-Weiß” gearbeitet. „Besonders das Kinder- und Jugendtraining des Kollegen Nic Marschand fand ich sehr beeindruckend. Von dort habe ich einige Anregungen für mein eigenes Training mitgenommen.“
Zurzeit trainiert Michael Buttkus neben den 1. und 2. Herren vom BTC Grün-Gold auch die besten Jugendspieler von der U12 bis zur U18 des Vereins. Gerade in der Jugendarbeit ist es ihm sehr wichtig, dass alle Trainer im Verein nach dem Play & Stay-Konzept arbeiten. “Ebenso sollen ambitionierte Kinder und Jugendliche schon früh an Wettkämpfen teilnehmen. Wir haben das langfristige Ziel, sie später in die Erwachsenenmannschaften zu integrieren.”

Weitere Engagements
Neben der Trainertätigkeit engagiert sich Michael Buttkus auch mit großer Hingabe im Vorstand des Vereins. 15 Jahre war er als Jugendwart tätig, seit 2013 ist er nun Sportwart.
Weiterhin spielt er immer noch selbst aktiv Tennis. Bis 2017 sogar noch in der 1. Herrenmannschaft des BTC Grün-Gold Tempelhof. Mit Beginn der Sommersaison 2018 wird er dann die Mannschaften der Herren 30 und Herren 40 verstärken. Der 43-Jährige hat sich zudem vorgenommen, so es die Zeit denn zulässt, auch weiterhin regelmäßig an den Berliner Tennisturnieren im Sommer teilzunehmen.
Mit der vorhandenen Zeit könnte es allerdings eng werden. Denn seit diesem Schuljahr arbeitet er als Konrektor an einer Berliner Grundschule. „Der Job des Tennistrainers erfordert ähnlich wie der Lehrerberuf ein hohes Maß an Empathiefähigkeit, eine professionelle Berufseinstellung und die ständige Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung.“
Aber auch sonst gibt sich Michael Buttkus nicht nur seiner Trainertätigkeit voll und ganz hin, wie der 1. Vorsitzende des BTC Grün-Gold, Carsten W. Jeratsch, bestätigt: „Neben Michaels Trainerstunden gehen weitere unzählige Stunden für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand, der Vorbereitung von Verbandsspielen und Turnieren und als Ansprechpartner für unsere Spieler drauf. Michael hat immer ein offenes Ohr für jeden Mannschaftsspieler und bringt deren Interessen in die Vorstandsarbeit ein.”

Auch in Zukunft bin ich mir daher sicher, dass Michael Buttkus mit seinem großem Engagement, seinem ungebremsten sportlichen Enthusiasmus und seinem Wissen und Können rund um den Tennissport dem BTC Grün-Gold Tempelhof weiterhin nicht nur als Trainer viele Impulse geben wird.

Linda Fritschken
TVBB – Präsidiumsmitglied
für Medien und Öffentlichkeitsarbeit